Neumarkt

Umgestaltung

Der Neumarkt ist der zentrale Platz im Stadtteil und ein wichtiger öffentlicher Ort an dem die verschiedenen BewohnerInnen zusammenkommen. Die gegenwärtige Gestaltung des Neumarktes – ein Ergebnis eines Wettbewerbs aus den 80er Jahren – wird den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht, was an der geringen Nutzung ablesbar ist. 

Im April 2018 wurde ein städtebaulicher Wettbewerb zur Optimierung des Neumarkts ausgelobt. Die fünf Teams aus je zwei Bürogemeinschaften hatten die Aufgabe, für den Neumarkt ein Gesamtkonzept zu entwickeln, durch das die Aufenthaltsqualität für die Menschen deutlich erhöht und der Ort in seiner Gesamtheit im Stadtraum wieder spürbar wird. Der Gewinnerentwurf der Bürogemeinschaft GREENBOX LANDSCHAFTSARCHITEKTEN und Trint + Kreuder d.n.a Architekten PartGmbB greift Elemente aus der Bürgerbeteiligung von 2015 auf und strebt eine gemeinschaftliche Umsetzung der Maßnahmen mit den BürgerInnen an.

Der Kulturkiosk, der bereits als ein erster Puzzlestein fertiggestellt wurde, erfreut sich großer Resonanz als Treffpunkt und Veranstaltungsort. Der Bücherschrank zum interaktiven Büchertausch, welcher vom Bürgerverein vor Ort initiiert wurde, sowie der „Nachbarschaftsgarten Neumarkt“ bereichern den Platz zusätzlich und machen ihn zum Herzstück des Vielfaltsviertels. 

Stadtbühne

Als eine der ersten Maßnahmen wurde ein Teil der Parkplätze vor der Neckarschule dem öffentlichen Raum und damit den BewohnerInnen zurückgegeben. Die Stellplätze wurden in die Dammstraße verlagert. Die Abgrenzung zum Straßenraum erfolgt mittels Sitzbänken und Blumenkübeln. Somit wird hier von Beginn an ein weiteres Nutzungsangebot geschaffen. Eine Bodenbemalung wird die dadurch frei gewordene Fläche künstlerisch hervorheben.

Öffentliche Toilette

Mit der öffentlichen Toilette, welche am Neumarkt aufgestellt wurde, kommt die LOS den Forderungen nach einer öffentlichen Toilette nach und schafft damit ein bedarfsgerechtes Angebot. Bei der Toilette handelt es sich um eine mobile sogenannte Trockentoilette mit zwei Kabinen. Während der sechsmonatigen Testphase sollen der Ort sowie die Nutzung und Akzeptanz im Stadtteil erprobt werden. Sollte sich dieser Test bewähren, folgen weitere Prüfungen für einen langfristigen Standort einer festinstallierten öffentlichen Toilettenanlage. Die Holzverkleidung der Toilette wurde vom Street-Art-Kollektiv "Studio 68" mit Kindern der Nachbarschaft bemalt.