Institutionelle Interventionen

Sanierungsgebiet

Mit der förmlichen Festsetzung des Sanierungsgebiets seit August 2018 sollen nicht nur Fördergelder generiert, sondern auch rechtliche Instrumente geschärft werden. Übergreifendes Ziel der Sanierung ist die bauliche, gestalterische, funktionelle und soziale Entwicklung des Stadtteils hin zu einem lebendigen Ort, der für alle dort ansässigen sozialen Gruppen und Milieus gleichermaßen attraktiv ist. Seitdem findet bei jedem Verkauf eines Hauses ein Gespräch mit dem Erwerbenden statt. Ziel ist es, entweder das Vorkaufsrecht anzuwenden oder eine Abwendungsvereinbarung durchzuführen. 

Zur Stabilisierung des Immobilienmarkts hinsichtlich Angebot und Mietenentwicklung sowie des gewerblichen Angebots in der Mittelstraße, erhält die GBG eine besondere Rolle. Als städtische Wohnungsbaugesellschaft übernimmt sie den Ankauf von Bestandsimmobilien. Der gezielte Erwerb von Liegenschaften soll einerseits Missbrauch unterbinden und andererseits die Quartiersentwicklung sowohl im Gewerbe- als auch Wohnbereich positiv beeinflussen.

Umstrukturierung Quartiersmanagement

Die Koordination des Quartiermanagements soll enger mit gesamtstädtischen Aufgaben verknüpft und die interdisziplinäre Stadtteilentwicklung in der Verwaltung gestärkt werden. Christian Hübel übernimmt den 1. Vorsitz des Mannheimer Vereins für Quartiermanagement; zusätzlich zur Leitung des städtischen Fachbereichs Demokratie und Strategie. Zusammen mit den Vereinsmitgliedern Stadt Mannheim, GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, MWSP, Jobcenter Mannheim, Caritasverband Mannheim, Diakonisches Werk Mannheim, Der Paritätische Baden-Württemberg, Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Mannheim, KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V., Förderverein Sicherheit in Mannheim e.V. wird so ein vielfältiges Spektrum an gesellschaftlichen Akteuren abgedeckt.

STARTRaum Mannheim

Mit STARTRAUM Mannheim – Räume auf Zeit für Gründer, Kreative & Künstler wurde die erste Mannheimer Plattform für Leerstandsmanagement initiiert. Die Plattform präsentiert Leerstände in Mannheim und will Hauseigentümer für Zwischennutzungen ihrer Immobilien gewinnen. Zwischennutzungen durch Gründer oder Akteure aus dem kreativen Umfeld sind zeitlich befristet und meist mit einfachen Mitteln und geringem Investitionsvolumen umsetzbar. Sie sind darüber hinaus ein wichtiges Instrument der Stadtentwicklung, um strukturschwache Viertel und wenig nutzungsgemischte Nachbarschaften zu dynamisieren.

Weitere Informationen unter www.startraum-mannheim.de