Spatenstich auf dem TURLEY-Areal: Mehr Wohnraum für Mannheim

„Es geht los. Endlich.“ Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz macht am 6. Dezember aus seiner Freude kein Geheimnis. Denn auf Baufeld V des TURLEY-Geländes tut sich was. Die Fortoon Development GmbH beginnt als zuständiger Projektentwickler und Mitinvestor mit dem Bau von zwei Gebäuden für Mietwohnungen, Büro- und Ladenflächen. Der Startschuss dazu fällt am Nikolaustag bei einem symbolischen Spatenstich. „Unser erklärtes Ziel ist es, dass bis zum Frühjahr 2022 beide Gebäude stehen“, sagt der Fortoon-Geschäftsführer Frank Körmann bei diesem Anlass.

Insgesamt, so Körmann weiter, entstünden in den beiden geplanten Wohn- und Geschäftshäusern auf Baufeld V über 70 neue Mietwohnungen sowie acht Büro- und Ladenflächen. „Das ist eine gute Nachricht für Mannheim“, sagt OB Kurz und holt noch etwas weiter aus. Denn im Ausschuss für Technik und Umwelt der Stadt Mannheim wurde kürzlich erst beschlossen, dass der Aufstellungsbeschluss des angrenzenden Baufelds IV, das ebenfalls von Fortoon entwickelt wird, angepasst wird. „Das veränderte Projekt schafft insgesamt mehr Wohnraum“, so Kurz, der diesbezüglich von insgesamt neuen 250 Wohnungen spricht. Das seien 100 Wohnungen mehr als ursprünglich geplant. 50 Einheiten davon werden als preisgünstiger Mietraum angeboten. Zudem wird die städtebauliche Überarbeitung der ehemaligen TURLEY-Planungen zu Verbesserungen für die Menschen, die auf dem Areal wohnen, führen. „Zum Beispiel bei den Frei- und Grünflächen oder bei der Durchwegung“, erwähnt der Oberbürgermeister.

Die beiden geplanten Gebäude auf Baufeld V lehnen sich optisch an den benachbarten Altbestand an. „Die Fassade entsteht aus Naturstein“, erklärt der verantwortliche Architekt Martin Schenk vom Hamburger Büro Schenk + Waiblinger Architekten beispielhaft. Er spricht von hochwertigen Gebäuden mit vielen schönen Details, die sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite der Häuser zum Tragen kämen. „Wir wollen für das TURLEY-Areal einen wertvollen Beitrag leisten“, so Schenk beim Spatenstich. Die Bauten seien für junge Menschen genauso gedacht wie für Familien, ältere Bewohner oder Studenten.

Das von den beiden Häusern eher gewerblich geprägte Gebäude auf Baufeld V bildet für die dahinter liegende Wohnbebauung in Zukunft eine Art Schutzschild gegen den Straßenlärm der Friedrich-Ebert-Straße, die direkt daran vorbeiläuft. Aktuell beginnen im ersten Abschnitt die Baumaßnahmen für die Wohnbebauung, worin auch Ladenflächen integriert sind, die eine gute Perspektive für die Nahversorgung bieten. Insgesamt entstehen in den beiden Wohn- und Geschäftshäusern auf Baufeld V 71 freifinanzierte Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen, deren Größe zwischen 50 und 130 Quadratmetern liegt. Hinzu kommen acht Büro- und Ladeneinheiten im Erdgeschoss der Gebäude sowie eine Tiefgarage mit 75 Auto- und 142 Fahrradstellplätzen.

Auch der MWSP-Geschäftsführer Achim Judt betont an diesem Tag noch einmal: „Es geht weiter. Das ist die allerwichtigste Botschaft.“ Er zeigt sich überzeugt, dass nun Wohnraum entstehe, der bedarfsgerechter sei, als es die ehemaligen Planungen vorgesehen haben. „Wichtig sind allerdings auch die entstehenden Infrastruktureinrichtungen“, so Judt weiter. Diese würden zu einer besseren Versorgung der bereits 700 auf TURLEY lebenden Bewohner samt der 200 dort arbeitenden Menschen beitragen.

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